US-Krypto-Gesetzgebung: CLARITY Act blockiert

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Der US-Krypto-Gesetzesentwurf CLARITY Act stolpert über Streit um Stablecoin-Zinsen. Wie reguliert FINMA anders? Was bedeutet das für Schweizer Treuhänder?
Reporting by Marc Steiner, Fintech-Analyst, SwissFinanceAI Redaktion
Kein CLARITY Act: US-Kryptopolitik bleibt in der Schwebe
Der US-Gesetzesentwurf CLARITY Act (Clarity for the Regulatory Oversight of the Digital Assets Market Act) hat im US-Senat keine ausreichende Mehrheit gefunden. Der seit 2022 diskutierte Entwurf hätte klare Regeln für Stablecoins, Kryptounternehmen und Banken geschaffen. Hauptstreitpunkt war die Frage, ob Stablecoin-Emittenten Zinsen auf Kundengelder zahlen dürfen. Banken und Kryptounternehmen fanden keine gemeinsame Position; das Vorhaben scheiterte an diesem Detail. Coin Center, ein auf Kryptopolitik spezialisierter US-Thinktank, warnt nun, dass künftige Regierungen ohne gesetzliche Grundlage zu unkoordinierten Einzelmassnahmen greifen könnten.
Für Schweizer Finanzprofis ist die Entwicklung relevant, weil die USA der grösste Kryptomarkt der Welt sind. Was dort gesetzlich ungeklärt bleibt, schafft Unsicherheiten, die sich in Preisen, Liquidität und regulatorischer Koordination auch jenseits der US-Grenzen niederschlagen.
Was am CLARITY Act strittig war
Der Entwurf verfolgte drei Ziele: erstens klare Reservevorschriften und Zinszahlungsregeln für Stablecoin-Emittenten, zweitens den regulierten Zugang von Kryptounternehmen zu traditionellen Bankdienstleistungen, drittens verbindliche Definitionen für Kryptowährungen und digitale Vermögenswerte, um die Zuständigkeitsfrage zwischen SEC und CFTC zu klären.
Beim Thema Stablecoin-Zinsen gingen die Positionen auseinander. Emittenten wie Tether und Circle argumentierten, dass Zinszahlungen Investoren anziehen und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber Bankprodukten erhöhen. Traditionelle Banken befürchteten dagegen eine Destabilisierung des Einlagenmarkts: Wenn Stablecoins Zinsen zahlen, wandern Kundengelder aus den Bankbilanzen ab - mit Folgen für die Kreditvergabe und die Geldpolitik.
Die FINMA hat für Stablecoin-Anbieter in der Schweiz bereits Leitlinien publiziert, die eine vollständige Deckung durch sichere und liquide Reserven verlangen. Ein explizites Verbot von Zinszahlungen besteht nicht, aber die Reserve- und Liquiditätsvorschriften begrenzen den Spielraum für Zinsangebote strukturell.
Schweizer Regulierung als stabilerer Rahmen
Der gescheiterte CLARITY Act verdeutlicht, was der Schweizer Finanzplatz im Vergleich bietet: regulatorische Klarheit. Die FINMA hat Kryptounternehmen in bestehende Kategorien eingeordnet - als Zahlungsdienstleister, als Vermögensverwalter oder als Bank, je nach Geschäftsmodell. Stablecoins werden nach ihrem wirtschaftlichen Zweck beurteilt, nicht nach ihrer Bezeichnung.
Für Schweizer Treuhänder und KMU-Finanzabteilungen ergibt sich daraus ein klarer Handlungsrahmen. Stablecoin-Allokationen sollten ausschliesslich von FINMA-lizenzierten oder FINMA-geprüften Anbietern stammen. Die Transparenz über Reserven und deren Zusammensetzung ist dabei das wichtigste Prüfkriterium.
Während die USA mit ihrem Regulierungsstreit in der Defensive sind, hat die Schweiz Raum, sich als verlässlicher Standort für institutionellen Kryptobetrieb zu profilieren. Die Kombination aus Rechtssicherheit, Datenschutzstandards nach nDSG und einem bereits aktiven Tokenisierungsmarkt für Anleihen und Immobilien verschafft dem Schweizer Finanzplatz eine komparative Stärke.
Handlungsrahmen für Schweizer Finanzprofis
Erstens sollten bestehende Krypto-Engagements auf regulatorische Konformität überprüft werden. Transaktionen über nicht FINMA-registrierte Plattformen sind als erhöhtes Risiko einzustufen; Chainalysis oder Elliptic liefern dazu eine transparente Datenbasis.
Zweitens ist die Bilanzierung von Krypto-Assets nach den FINMA-Vorgaben als digitale Vermögenswerte sicherzustellen. Für die laufende Buchführung bieten KI-gestützte Werkzeuge eine Möglichkeit, Transaktionen automatisch zu kategorisieren und auf Compliance-Auffälligkeiten zu flaggen.
Drittens empfiehlt sich eine regelmässige Überprüfung der US-Regulierungsentwicklung, da eine neue Gesetzgebungsrunde nicht ausgeschlossen ist. Entscheide des US-Kongresses oder der SEC können kurzfristig Marktbewegungen auslösen, auf die Portfolios mit Krypto-Allokation vorbereitet sein müssen.
Einschätzung
Das Scheitern des CLARITY Act ist kein Endpunkt, sondern eine Verzögerung. Die politische Debatte über Kryptoregulierung in den USA wird weitergehen, und die nächste Runde könnte mit einem anderen Stablecoin-Kompromiss erfolgreich sein. Für Schweizer Finanzprofis gilt in der Zwischenzeit: Die bestehende Regulierungsklarheit der FINMA ist ein Standortvorteil, der aktiv genutzt werden sollte - durch Investitionen in FINMA-konforme Infrastruktur, transparente Kundenkommunikation und dokumentierte Compliance-Prozesse.
Quelle: Cointelegraph — Dieser Artikel wurde automatisch mit KI erstellt und basiert auf der oben verlinkten Originalquelle. Er wurde nicht individuell redaktionell geprüft.
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🇨🇭 Schweizer Perspektive
FINMA verlangt 100%ige Reserven für Stablecoins – anders als der US-CLARITY Act
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References
- [1]NewsCredibility: 7/10Cointelegraph. "Future US governments could crack down on crypto without clear rules: Coin Center." March 29, 2026.
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Originalquelle
Dieser Artikel basiert auf Future US governments could crack down on crypto without clear rules: Coin Center (Cointelegraph)


